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PHP - Grundlagen

1. Die Versionen

Im Gegensatz zu den vorherigen Kapiteln weise ich auf dieses Thema zu Beginn hin. Denn es ist sehr wichtig, mit welcher Fassung man gerade arbeitet. Produktiv wurde PHP erst in der Version 3 eingesetzt. Aber die hat mittlerweile schon so viele Falten, dass man sie vergessen kann. Konzentrieren wir uns also auf die wichtigen.

PHP4

Diese Version war wohl der endgültige Durchbruch. Auch wenn viele Dinge noch im Argen lagen, so konnte man damit endlich halbwegs vernünftig programmieren. Allerdings gab es im Verlauf ein paar wichtige Änderungen. Und besonders die register_globals-Problematik sorgt auch heute noch für viele Irritationen.

Wichtige Meilensteine waren die 4.1 und 4.2, die besonders mit obigem Problem zu tun hatten. Und wir haben noch eines. Wegen der enormen Popularität von PHP gibt es immer noch viele Anwendungen und auch einige Provider, die diese Version nutzen. Darum solltet ihr euch zuerst informieren, was auf dem Server eures Providers läuft. Wie man das macht, habe ich euch schon hier gesagt. Es bringt überhaupt nichts, mit irgendeiner Version zu entwickeln, um dann später festzustellen, dass sie nicht läuft.

PHP5

Die ist mittlerweile der aktuelle Stand der Dinge, auch wenn es sehr lange gedauert hat, bis die Vorgängerversion weitestgehend verschwunden war. Erschienen ist sie anno domini 2004, aber selbst noch vier Jahre später gab es immer noch Provider, die sie nicht anboten. Trotzdem solltet ihr euch darauf konzentrieren. Und euch einen Provider suchen, der sie anbietet. Achtet aber auch hier auf die genauen Versionen, denn in der 5.3 sind Dinge möglich, die es in der 5.2.x nicht gibt.

PHP6

Wann das erscheint, steht im Moment noch in den Sternen. Noch viel ungewisser ist es, wann es bei den Providern verfügbar sein wird. Wenn ich an den Umstieg von 4 auf 5 denke, so wird das nach dem Erscheinen noch sehr lange dauern. Mein Tipp. Schaut es euch mal an, aber entwickelt noch nicht dafür. Könnte zu Problemen führen.

Meine Empfehlung

Konzentriert euch auf PHP 5.x und sucht euch einen Provider, der das anbietet. Wer das nur zu Lernzwecken machen will, kann sich auch eine beliebige Version nehmen und damit arbeiten. Ein Tipp: es sollte dann schon mindestens PHP 5.3 sein.

2. Dateiendung

Damit der Webserver weiß, wann eine Datei durch den PHP-Parser/Interpreter gejagt wird, muss das entsprechend konfiguriert werden. Das geschieht über die Endung. Und zwar über die Richtige. Also die im Dateisystem des Servers. Das ist wichtig zu wissen, denn die Angaben im Browser kann man per mod_rewrite manipulieren. Habe ich auch gemacht. Denn alle meine Seiten haben im Original die Endung .php. Das, was ihr zu sehen bekommt, wurde über obiges Modul im Nachhinein(!) von Webserver überschrieben.

Die Vorgaben

Welche Dateien nun durch den PHP-Parser/Interpreter gejagt werden, hängt von der Konfiguration des Webservers ab. Da gibt es normalerweise eine Datei namens php5.conf in der eine der beiden folgenden Einträge stehen könnte.


# So
AddType application/x-httpd-php .php
# oder so
AddHandler application/x-httpd-php .php

Unterscheidungsmöglichkeiten

Einige Provider bieten einen Service an, bei dem man mehrere PHP-Versionen laufen lassen kann. Die Unterscheidung läuft dann wieder über die Dateiendung. Die Konfiguration könnte dann so aussehen.


AddType application/x-httpd-php4 .php
AddType application
/x-httpd-php5 .php5

Wichtig

Normalerweise ist die Einstellung so, dass HTML-Dateien nicht in dieser Liste erfasst sind, da man sie ja nicht parsen muss. Und das ist bei einem Webserver mit zig Auftritten ein erheblicher Performancevorteil.

Also!

Sobald sich auch nur ein Fitzelchen PHP-Code in einer Datei befindet, so verpasst ihr der die Endung .php! Und nicht .htm oder .html! Denn dann wird der Code nicht ausgeführt, sondern nur dargestellt.

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