Einführung - Das Testsystem - VirtualBox
1. Vorab
Ein Hinweis
Alle Angaben zur Installation von VirtualBox beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen. Und wohl auch auf meiner Rechnerkonfiguration. Leider habe ich es nicht hinbekommen, unter Windows ein Linux-System zum Laufen zu bringen, dass ich als Server nutzen kann und gleichzeitig vollen Zugriff habe. Sowohl über das Dateisystem als auch über die Browser unter Windows. Entweder bin ich zu blöde oder meine Kiste zu empfindlich.
Tatsächlich ist es möglich, unter Windows einen Linux-Server mit allem Pipapo zu betreiben und trotzdem unter erstgenanntem Betriebssystem zu arbeiten. Leider nicht bei mir. Daher mein Tipp: probiert es ruhig mal aus, vielleicht klappt es bei euch.
2. Vorgehensweise
Hier gibt es eine einfache Grundregel, wenn ihr über zwei Rechner verfügt. Immer auf die Windows-Kisten installieren. Wenn ihr dagegen nur einen habt, so gibt es unter Umständen ein Problem. Nämlich dann, wenn euer Computer nur über eine Netzwerkkarte verfügt und die schon belegt ist, zum Beispiel von eurem DSL-Modem. In dem Fall müsst ihr entweder ein wenig tricksen oder noch besser, baut euch eine zweite ein. Kostet zwar ein wenig Geld, spart aber Nervenzusammenbrüche.
3. Installation
Hier müsst ihr eigentlich nur auf eine Sache achten. Das benutzerdefinierte Setup auswählen und an entsprechender Stelle die Zusatzoptionen USB-Support und Networking aus der Auswahl entfernen. Besonders letztere Option hat mich ziemlich viele Nerven gekostet, weil ich nicht auf meinen Linux-Rechner per Browser zugreifen konnte. Also weg damit!
4. Konfiguration
Je nach Aufteilung eurer Platten oder Laufwerke solltet ihr unter "Datei" -> "Globale Einstellungen" die Pfade entsprechend anpassen. Bei mir zum Beispiel liegt alles auf meiner zweiten Platte. Da muss ich mir dann meine Systempartition nicht zumüllen.
5. Anlegen des Hostsystems
Zuerst klickt ihr links oben im Menü auf den blauen Punkt "Neu". Dann gebt ihr dem Kind einen Namen (zum Beispiel WinXP_IE6) und wählt dann das gewünschte Betriebssystem aus Anschließend müsst ihr eurem neuen System eine bestimmte Menge an Arbeitsspeicher zuweisen. Ein Hinweis für die Windows-Nutzer. Die zugewiesene Größe für den RAM wird nicht von eurem realen Arbeitsspeicher abgezogen, sondern über die Auslagerungsdatei gesteuert. Sieht zumindest bei mir so aus. Ihr braucht also nicht zu geizig sein. Wie es bei den Linux- und MacOSX-Leuten aussieht, kann ich leider nicht sagen. Mein Rat, übernehmt das, was euch vorgeschlagen wird.
Beim nächsten Schritt mit der virtuellen Festplatte braucht ihr nichts ändern. Bei der folgenden Angabe zum Typ der Festplatte solltet ihr euch für die Option "Medium fester Größe" entscheiden. Das hat wohl was mit der Performance zu tun. Im letzten Schritt legt ihr dann die Größe der Festplatte fest. Mein Tipp, für eine nackige Installation plus ein wenig Luft benötigt man eigentlich nicht mehr als 5GB. Wenn ihr ein wenig vorsichtig seid und noch viel freien Platz auf euerm Rechner, nehmt meinetwegen 10. Zu guter Letzt wird dann die "Festplatte" von VirtualBox erzeugt. Das dauert ein wenig, da könnt ihr ruhig erst mal einen kleinen Kaffee trinken. Oder was anderes konsumieren, so lange es legal ist.
6. Installation des Hostsystems
Das läuft genau so ab, wie bei einer normalen Installation. Dabei ist es egal ob ihr von dem zu installierendem Betriebssystem eine CD/DVD oder nur ein ISO-Image habt. VirtulBox kommt mit beiden klar. Dazu markiert ihr links einfach das erzeugte "System" und klickt dann auf "Starten". Den Rest solltet ihr ja wohl beherrschen.
Die Sache mit der Maus
Diesmal geht es nicht um das schon erwähnte Video, sondern um das Teil, das an eurem Computer hängt. Wenn ihr in das Fenster klickt,
dass eurer virtuelles Betriebssystem darstellt, so wird der Mauszeiger "gefangen". Das heißt, ihr könnt auch nur noch innerhalb des
Fensters damit arbeiten. Um den aus diesem Zustand zu befreien, müsst ihr einfach die rechte Strg-Taste drücken. Dann
gehört der Mauszeiger wieder eurem echten Rechner.
Ein Hinweis
Man kann in der virtuellen Umgebung über "Geräte" -> "Gasterweiterung installieren" dieses Problem umgehen. Funktioniert bei mir unter Windows 7 tadellos, unter meinen beiden Linux-Systemen openSuSE und Ubuntu nicht. Nochmals mein Tipp. Probiert es aus.
Wichtig
... bei der Installation ist nur das Eine. Ihr übernehmt die Standardvorgaben für die Netzwerkeinstellungen. Bitte da nicht manuell herumkonfigurieren, das wird automatisch von VirtualBox gesteuert. Ansonsten läuft der Rest wie gehabt.
7. Konfiguration des Hostsystems
Wenn alles richtig geklappt hat, verfügt eurer Hostsystem über eine Internetverbindung! Es wäre also ratsam, es genau so konfigurieren, als wenn es ein echtes wäre. Bei Windows XP zum Beispiel solltet ihr die benötigten Service Packs einspielen, sowie ein Antiviren-Programm. Euer echtes System kann zwar nicht infiziert werden, da man vom Host keinen direkten Zugriff darauf hat. Es ist aber trotzdem nicht schön, wenn sich das Teil im einen Zombierechner verwandelt und dann zum Beispiel massenhaft Spams durch den Äther jagt.
Server-Zugriff über den Browser
Das hängt von eurer Konfiguration ab. Bei zwei Rechnern gebt ihr einfach die IP der Kiste ein, auf dem der Apache läuft. Und das
funktioniert wunderbar. Sollte es zumindest. Und gegebenenfalls an die hosts-Datei denken.
Bei nur einem Rechner kann es, wie oben schon gesagt, zu Problemen kommen, wenn ihr keinen Hub oder Switch habt und nur über eine Netzwerkkarte verfügt. Da ich aber keine Lust habe, euretwillen meine Konfiguration zu zerschroten, weise nur auf eine etwas krude Methode hin. Wer es sauber haben will, ohne sich einen Hub/Switch oder eine weitere Netzwerkkarte zu kaufen, der muss die Ärmel hochkrempeln und selber die Lösung finden. Wäre nett, wenn ihr mir die dann zuteil werden lasst. Hinweis: unter Linux oder MacOSX kann man einen DNS-Server einrichten der das übernimmt.
Die krude Methode
Bei einer bestehenden Internetverbindung kann man auf dem Hostsystem auf den Apache des Wirtssystems zugreifen, indem man die IP
nimmt, die euch vom Provider zugewiesen wird. Dazu geht ihr einfach an das Terminal (Linux/MacOSX) oder die MSDOS-Eingabeaufforderung
(Windows). In ersterem Fall tippt ihr ifconfig ein, im zweiten ipconfig. Dann sucht ihr euch die IP
eurer Verbindung heraus und tippt die in die Adressleiste eures Browsers.